So steigert es Kraft, Ausdauer und Leistungsfähigkeit

Setzt man sich heute mit Trainingsmethoden und –ansätzen auseinander, kommt man um den Begriff des funktionellen Trainings nicht mehr herum. Doch was ist eigentlich damit gemeint und warum ist es so wichtig, sich funktionell zu bewegen? Diesen Fragen sind wir im folgenden Artikel auf den Grund gegangen.

Was ist funktionelles Training

Beim funktionellen Training geht es darum, komplexe Übungen auszuführen, bei denen verschiedene Muskelgruppen gleichzeitig zusammenarbeiten müssen. Wie der Name schon sagt, ist das Konzept ganz auf Zweckmäßigkeit (Funktion) ausgerichtet, daher beinhaltet es simple Alltagsbewegungen wie gehen, tragen, bücken oder sich aufrichten. Dabei geht es nicht in erster Linie um Leistungssteigerung, sondern eher um Ganzheitlichkeit. Was allerdings nicht bedeutet, dass funktionelles Training keinen Einfluss auf die Leistung hat, denn diese wird – egal ob bei Ausdauer- oder Kraftsport – durch ein regelmäßiges Functional Training (FT) auf jeden Fall erhöht. Zudem verbessert es die Beweglichkeit, fördert die Körperwahrnehmung und wirkt sich positiv auf die Koordination und das Gleichgewicht aus.

Ursprünglich wurde FT bei der Rehabilitation von Verletzungen eingesetzt, bald erkannte man aber den riesigen Nutzen dieser Trainingsform für sämtliche Sportarten sowie ihr Potential bei der Prävention von Verletzungen. Denn durch das gezielte Training der Stabilität, die beim Functional Training eine essentielle Rolle spielt, werden Sehnen, Bänder und Gelenke gestärkt und so das Verletzungsrisiko gesenkt.

Für wen ist funktionelles Training geeignet

Die Antwort auf diese Frage ist einfach, denn sie lautet schlicht „für jeden“. Denn FT ist DAS ideale Ganzkörpertraining. Egal ob es darum geht fit für den Alltag zu werden oder die Leistung in einer bestimmten Sportart zu verbessern. Durch die gezielten Übungen, die ein Maximum an Körperspannung verlangen, werden nicht isolierte Muskeln, sondern eben komplette Bewegungsabläufe trainiert, dadurch wird die Bewegungsökonomie verbessert wovon letztendlich der ganze Körper profitiert. Die Übungen beim FT sind unglaublich vielfältig – es gibt an die 300 verschiedenen – und können je nach Fitnesslevel beliebig gescaled werden, sodass Anfänger, Fortgeschrittene und auch Profis auf Ihre Kosten kommen.

Wie läuft ein Functional Training ab

Ursprünglich basierte FT rein auf Bodyweight Übungen, mittlerweile wurden aber verschiede Hilfsmittel wie Kettlebells, Medizinbälle, Ropes, Sandsäcke, Balance Boards, Freihanteln und jede Menge anderes Equipment in das Training integriert, das man verwenden kann, aber nicht muss. Nur eines gibt es beim funktionellen Training nie – Maschinen die den Körper in irgendeiner Form unterstützen. Denn der Einsatz der vollen Körperspannung ist nach wie vor DER kennzeichnende Faktor dieser Trainingsform.

In der Regel werden Übungen so gewählt, dass der Körper bewusst in eine instabile Lage gebracht wird, die dann mit Hilfe von Muskelkraft wieder stabilisiert werden muss. Besondere Aufmerksamkeit liegt dabei immer auf dem Rumpf, denn Core-Kraft bildet die Grundlage des Functional Trainings. Hier liegt ein weiterer Vorteil, der erst auf den zweiten Blick sichtbar wird – eine starke Körpermitte hat unglaublich viele positive Effekte auf den gesamten Bewegungsapparat. Sie stärkt nicht nur die Wirbelsäule und ist damit ein effektives Mittel gegen Rückenschmerzen, sondern auch die Gliedmaßen, die durch den Rumpf miteinander verbunden sind. Im Leistungssport gehören funktionelle Übungen daher längst zum Alltag und zwar unabhängig von der Sportart.

Ein klassisches Beispiel für eine Übung aus dem FT ist zum Beispiel ein gerader Plank, bei dem durch gegengleiches und gleichzeitiges Anheben von je einem Arm und einem Bein der Sportler dazu gezwungen wird, die fehlende Balance durch Körperspannung wiederherzustellen. Diese Übung trainiert den Rumpf, die Bauchmuskulatur, die Arme, die Beine und das Gesäß – gleichzeitig! Ein effizienteres Training gibt es kaum. Zugegeben, zu Beginn kann Functional Training ganz schön fordernd sein und der Muskelkater ist garantiert. Mit ein wenig Ehrgeiz und Durchhaltevermögen stellen sich aber schnell die ersten Erfolge ein die sich sowohl im Sport als auch im Alltag bemerkbar machen.

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Lifeset Redaktion

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