CBD – Wirkung und Anwendungsbereiche von Cannabidiol

Die Popularität von Cannabidiol, kurz CBD, ist in den letzten Jahren massiv gestiegen. CBD wird als Heilmittel für verschiedenste medizinische und psychische Probleme angepriesen und steht bei gesundheitsbewussten Menschen dementsprechend hoch im Kurs. Doch leider ranken sich immer noch einige Mythen und Halbwahrheiten rund um das Hanfprodukt. Der folgende Text klärt auf und informiert über die tatsächliche Wirkung und die Anwendungsbereiche von CBD.

Was Cannabidiol ist und wie es gewonnen wird

Cannabidiol bzw. CBD ist eines der 70 Cannabinoiden der weiblichen Hanfpflanze, besser bekannt als Cannabis. Als Cannabinoiden werden grundsätzlich alle zumeist säureartigen Transformationsprodukte bezeichnet, die sich aus der Cannabispflanze gewinnen lassen.

Für die Gewinnung des CBD werden dabei die Blüten bzw. Blätter der Hanfpflanzen zunächst getrocknet und hinterher getrimmt. Für die Extrahierung des CBD aus den Cannabisblättern wird hinterher zumeist auf die gasbasierte Extraktion gesetzt. Hierbei wird das Cannabis zunächst auf 100 bis 150 °C erhitzt und dann mit druckgeneriertem verflüssigtem Kohlenstoffdioxid (CO2) vermischt. Durch die Vermischung mit CO2 löst sich das CBD vom Cannabisblatt. Hinterher wird das CO2 durch einer Verminderung des Drucks zurück in seine Gasform transformiert und so vom CBD gelöst. Durch die Anwendung von Ethanol-basierten Lösungsmitteln, einer weiteren Erhitzung sowie anschließender Tiefkühlung wird das Cannabidiol von weiteren Stoffen gereinigt. Was letztlich übrigbleibt, ist das gewonnene CBD-Öl. Der Cannabidiol-Anteil im Öl hängt dabei entscheidend von der Art der verwendeten Cannabispflanze ab.  

Wie Cannabidiol wirkt

Weil Cannabidiol aus der Hanfpflanze gewonnen wird, steht das CBD bei vielen immer noch in Verdacht psychoaktiv zu wirken bzw. „high“ zu machen. Die primäre psychoaktive Substanz der Hanfpflanze ist das Tetrahydrocannabinol, kurz THC, das tatsächlich bei allen Cannabinoiden vorkommt. Der genaue THC-Gehalt unterscheidet sich aber stark abhängig von der Art der Hanfpflanze sowie von der Extraktionsmethode der Cannabinoiden.

Bei CBD-Ölen ist der THC-Gehalt verschwindend gering. In Österreich darf der Anteil von THC in CBD laut Gesetz bei maximal nur 0,3 Prozent liegen. Durch diese äußerst kleine Menge kann das THC keine signifikante Wirkung entfachen, weshalb CBD-Öle folglich nicht psychoaktiv wirken.

Seine Wirkung entfaltet Cannabidiol fast ausschließlich im körpereigenen Endocannabinoid-System, das für die Regulierung und Steuerung verschiedener Körperfunktionen mitverantwortlich ist. Unser Körper stellt Endocannabinoide in fast allen Körpergeweben selbst her. Zwar ist das Endocannabinoid-System längst noch nicht vollständig erforscht, doch bislang wurden zwei Arten von Cannabinoid-Rezeptoren im menschlichen Körper ausgemacht: CB1 und CB2.

CB1-Rezeptoren finden sich vorwiegend in Nervenzellen. Durch die Andockung von Cannabinoiden an CB1, lässt sich die Signalleitung ins Gehirn regulieren und so ins Gleichgewicht bringen. Hierdurch können die körpereigene Endocannabinoide sowie extern eingenommene Cannabinoide wie CBD das zentrale Nervensystem vor Überregungen schützen.

CB2-Rezeptoren befinden sich dagegen vor allem in Immunzellen. Cannabinoide wirken somit auch auf unser Immunsystem. Wie genau ist allerdings noch nicht genau erforscht.

Anwendungsbereiche von CBD

Mittlerweile haben sich für Cannabidiol viele unterschiedliche Anwendungsbereiche etabliert. Je nach Einsatzzweck, kann das CBD dabei innerhalb weniger Minuten, Stunden oder sogar erst nach wochenlanger Anwendung spürbare und messbare Resultate entfachen.

Folgende Anwendungen sind bislang bekannt:

– Schlafstörungen

CBD hat eine stresslindernde und damit schlaffördernde Wirkung und wird deshalb als Einschlaf- sowie Durchschlafhilfe eingesetzt.

– Krämpfe und Epilepsie

CBD wirkt krampflindernd und wird deshalb auch für Epileptiker empfohlen.

– Angstzustände und Depressionen

Durch seine nervenberuhigende Wirkung, kann CBD angstlindernd und antidepressiv wirken.

– Schmerzen

Das Cannabidiol wirkt durch seine entspannenden Eigenschaften auch schmerzlindernd und wird somit auch in der Schmerztherapie erfolgreich angewandt. 

– Entzündungen

CBD ist in seiner Wirkung entzündungshemmend und kann folglich bei akuten Entzündungen im Körper weiterhelfen.

– Übelkeit

Durch seine beruhigende Wirkung kann Cannabidiol auch gegen Übelkeit eingenommen werden.

– Rheuma und Arthritis

Arthritis- und Rheumapatienten berichten von einer Verbesserung des Wohlbefindens nach längerfristiger Einnahme von CBD.

Behandlung von Tumoren

Es gibt Anzeichen dafür, dass Cannabidiol langfristig auch das Wachstum von Tumoren signifikant hemmen kann.

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