Beim Biohacking (auch als Bodyhacking bekannt) geht es darum den eigenen Körper kennenzulernen und zu verstehen, damit er auf dieser Basis optimiert werden kann. Der Begriff ist angelehnt an das Computerhacken, bei dem ein Hacker sich Zugriff auf die Daten eines Computers oder Netzwerks verschafft, um diesen hinterher nach Belieben zu manipulieren. Beim Biohacking werden zwar keinerlei computertechnische Programmierkenntnisse benötigt, doch im Prinzip ähneln sich die beiden Konzepte durchaus.

Wie sich der Körper hacken lässt

Da die Basis des Biohacking auf dem detaillierten Verstehen des Körpers basiert, muss man sich zunächst „Zugriff“ auf die relevanten Informationen des Körpers verschaffen. Es werden dabei drei Arten bzw. Wege des Biohackings unterschieden:

Biohacking über Technik

Verschiedene Geräte ermöglichen ein Biohacking unterschiedlicher Körperdaten. Von Kopfhörern, die die Gehirnaktivität stimulieren bis hin zu Stirnbändern, die ein Biofeedback ermöglichen, d.h. biologische Vorgänge im eigenen Körper beobachtbar machen. Hinzu kommen auch Implantate und Chips, die unter die Haut eingesetzt werden und so spezifische Daten über den Körper erfassen und speichern können.

Biohacking über die DNA

Das Biohacking über die DNA basiert auf dem allgemeinen Bereich der Epigenetik. DNA-Hacker analysieren ihre Erbinformationen und untersuchen ihr Erbgut auf Mutationen. Eines der innovativsten Techniken innerhalb des Felds stellt dabei die recht neue CRISPR-Technologie (Clusters of Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats) dar, mit der sich auf Basis der Erbinformationen Gene gezielt manipulieren bzw. editieren lassen.

Biohacking über den Lifestyle

Biohacking ist auch über bestimmte Routinen im Leben möglich. Diese Art des Biohackings ist die einfachste, dabei oftmals aber auch die unterschätzteste. Lifestyle-Biohacker messen so gut es geht verschiedene Daten über Ihren Körperzustand ab und richten auf dieser Grundlage ihr Leben aus. Nach einer gewissen Zeit, lernt der Biohacker die biochemischen Prozesse innerhalb seines Körpers kennen und kann auf individueller Basis verstehen, wie er seinen Körper langfristig optimieren kann.

Überzeugte Biohacker kombinieren dabei zumeist zwei oder sogar alle diese Wege des Biohackings. So kann die Optimierung der Gene beispielsweise immer auch durch einen entsprechenden Lebensstil unterstützt werden.

Wieso Biohacking?

Die Vorteile des Biohackings sind äußerst vielschichtig. Grundsätzlich verspricht das Konzept aber eine individuell programmierte Optimierung deines Körpers, deiner Leistungsfähigkeit und deines allgemeinen Wohlergehens.

Biohacker lehnen somit allgemein gültige Gesundheitskonzepte ab („was dir hilft, muss nicht unbedingt mir helfen“) und versuchen ihre Körper stattdessen eben stets auf individueller Ebene zu optimieren, ganz auf Basis der „gehackten“ Daten über ihre Körper.

Für folgende Lebensbereiche wird Biohacking heutzutage am häufigsten vorteilhaft eingesetzt:

Ernährung

Ob durch die regelmäßige Messung des Blutzuckerspiegels, des Blutdrucks oder sonstige ernährungsrelevante Indikatoren, Biohacking mündet praktisch automatisch in gesunden Ernährungsgewohnheiten. Gemäß der individualisierten Natur des Biohackings kannst du genauestens ermessen, was deinem Körper guttut und was nicht. Deine Ernährung kannst du auf diese Weise ganz auf die persönliche Optimierung deiner Leistungsfähigkeit programmieren.

Schlaf

Die Schlafoptimierung besitzt einen großen Stellenwert innerhalb des Biohackings, nicht zuletzt weil immer mehr Menschen heutzutage unter Schlafproblemen leiden. Durch die Analyse des eigenen Schlafs kann dieser stetig verbessert werden. Auch Einschlaf- und Durchschlafprobleme lassen sich hacken, verstehen und letzten Endes lösen.

Bewegung / Sport

Dass ausreichend Bewegung bzw. Sport ein wichtiger Aspekt eines gesunden Lebens darstellt, ist allseits bekannt. Im Sinne des Biohackings wird aber die beste Art der Bewegung und der sportlichen Aktivitäten herausanalysiert. Auf dieser Basis lassen sich beispielsweise individuelle Trainingsprogramme erstellen, die deine spezifische Fitness gezielt verbessert.

Entspannung

Neben ausreichender Bewegung ist ebenso ausreichende Entspannung wichtig. Doch jeder entspannt sich anders und somit können auch die effizientesten, persönlichen Entspannungstechniken gehackt werden.

Kognitive Fitness

Auch die kognitive Fitness bzw. deine Gehirnleistung lässt sich hacken und optimieren. Ganz nach dem Motto „Use it or Lose it“ lässt sich das Gehirn trainieren und die Denkleistung erhöhen durch Gehirntrainings, aber auch die richtige Nährstoffzufuhr.

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Martin Kowarik

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